Trebbiano
Samstag 25. September 2010 von Vinsole
Trebbiano ist eine der ältesten und erfolgreichsten weißen Rebsorte der Welt. In Italien wird sie seit Jahrhunderten angebaut.
Die Trebbiano-Rebe reift spät, ist sehr ertragreich und frosthart. Charakteristisch ist die kräftige Säure, die Rebsorte hat wenig Alkohol und ist eher schlank als vollmundig. Der Trebbiano wird häufig als Cuvee mit anderen Sorten ausgebaut, reinsortig ist er eher selten anzutreffen. Gerade im Süden, wo die meisten Sorten viel Alkohol und wenig Säure haben, ist der Trebbiano eine hervorragende Ergänzung zu den dort wachsenden Rebsorten. Bekannte Weine mit einem deutlichen Trebbiano-Anteil sind:
Trebbiano di Romagna, Trebbiano d’Abruzzo, Est! Est!! Est!!! di Montefiascone, Soave, Orvieto und Frascati.
Aber auch Rotweine haben in der Vergangenheit von den Eigenschaften des Trebbiano profitiert. So war er stets und das nicht zu knapp im Chianti enthalten. Seit 2006 sind aber alle Zusätze von weissen Sorten im Chianti verboten.
Trebbiano ist in unzähligen anderen italienischen weissen und roten Weinen enthalten; erlaubt ist das in DOC-Weinen und selbstverständlich auch in allen der Klasse Vino da Tavola.
Die unglaublichen Mengen Trebbiano landen aber nicht nur im Wein. Bei Modena entsteht beispielsweise daraus der hervorragende Aceto Balsamico Tradizionale di Modena. Grösse Mengen werden zu Schnäpsen gebrannt. Nicht umsonst belegt diese Traubensorte ca. 90% der Rebfläche im Cognac-Gebiet. Dort wird der nennt Trebbiano übrigens Saint-Emilion gennant. Aber auch Armagnac entsteht weitgehend aus dieser Sorte und in Mexiko und anderen Ländern liefert sie die Basis für Brandy.
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